Reinigungsspezialisten doppelt gesichert
Mi, 20. Juli:
Die Reinigungsarbeiten am Mount Rushmore finden in Schwindel erregender Höhe statt. Konventionelle Zugangstechniken wie Gerüste, Befahranlagen oder Arbeitsbühnen scheiden aufgrund der topografischen Gegebenheiten aus. Daher gelangen die Anwendungstechniker mittels einer ausgeklügelten Seilzugangstechnik zu ihrem luftigen Arbeitsort. Ein fixiertes Kernmantelseil erlaubt ihre genaue Positionierung am Berg. Ein zweites Seil erhöht die Sicherheit der Arbeiter. Die Haltemittel sind oberhalb des Arbeitsbereiches, auf den Köpfen der Präsidenten, angeschlagen. Von dort lassen sich die Reinigungsspezialisten ab. Dank so genannter Steig- oder Seilklemmen können sie selbst zügig Auf- und Absteigen.
Die Reinigungsspezialisten am Mount Rushmore arbeiten in den unterschiedlichsten Positionen: Teilweise haben sie die Möglichkeit, mit beiden Beinen auf dem Fels zu stehen, manchmal hängen sie allerdings sprichwörtlich in der Luft; ab und zu sogar in waagerechter Position. Beispielsweise wenn unter einem Überhang gereinigt werden muss, etwa unterhalb des Kinns oder der Nase.
Die meisten Techniken und Geräte, die bei Höhenarbeiten zum Einsatz kommen, sind dem Alpinismus entliehen. Dennoch haben seilunterstützte Arbeitsverfahren mit Klettern oder Bergsteigen wenig gemeinsam. Ein guter Freizeitkletterer zu sein, stellt noch keine Eignung zum Höhenarbeiter dar. Das Werken in schwer zugänglichen Bereichen bleibt speziell geschulten und geprüften Höhenarbeitern vorbehalten – und das immer unter der Leitung eines höherqualifizierten Aufsichtsführenden.




