Tag 6, 07 April 2007

 
Klaus Dauven
Bereits vor und während seiner Ausbildung an den Kunstakademien Düsseldorf und Münster experimentierte Klaus Dauven mit der Zeichentechnik. Mitte der 90er-Jahre entdeckte er die Möglichkeit, mit einem Staubsauger Papierbahnen partiell abzusaugen, die er vorher mit Zeichenkohle eingefärbt hatte. 1999 übertrug der in Düren geborene Künstler diese Idee der partiellen Reinigung auf Außenwände im öffentlichen Raum. Mit einer Drahtbürste entfernte er nun gezielt Schmutz und Patina von Brückenpfeilern, Betonflächen, Verkehrsschildern und Stromkästen.

Seit 2003 arbeitet Klaus Dauven mit Hochdruckreiniger und Schablone, vorwiegend im Raum Köln und Aachen. Da er bei seiner Zeichentechnik die gleichen Flächen benutzt wie Sprayer, aber im Gegensatz zu ihnen etwas wegnimmt statt hinzufügt, werden seine Werke auch als "Anti-Graffiti" bezeichnet. Zu den auf diese Weise entstandenen Kunstwerken auf Mauern, Parkpollern und in Unterführungen zählen unter anderem „Vorfahrt“ in Stuttgart, „Privatgrün“ in Köln und „Continental Drift“ in Düren. Da die temporären Arbeiten langsam verschwinden, wenn sie wieder verschmutzen, werden detaillierte Fotodokumentationen erstellt.

Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher und Klaus Dauven arbeiten seit 2005 zusammen. Auf das gemeinsame Projekt „Wildwechsel“ hat sich Klaus Dauven rund eineinhalb Jahre vorbereitet.

Mehr zum Künstler unter www.klaus-dauven.de